Mitochondrien
Humanin
Ein 24-Aminosäure-Peptid, das ebenfalls mitochondrial kodiert ist (im 16S-rRNA-Gen) und als erstes mitochondrial-abgeleitetes Peptid (MDP) identifiziert wurde. Humanin ist bekannt für seine neuroprotektiven und zytoprotektiven Eigenschaften.
Strukturdaten
| Sequenz | Met-Ala-Pro-Arg-Gly-Phe-Ser-Cys-Leu-Leu-Leu-Leu-Thr-Ser-Glu-Ile-Asp-Leu-Pro-Val-Lys-Arg-Arg-Ala |
|---|---|
| Summenformel | C₁₂₂H₁₉₄N₃₆O₃₁S₂ |
| Molmasse | 2.687 Da |
| Aminosäuren | 24 |
| Herkunft | Mitochondrial kodiert / synthetisch (auch als Analog S14G-Humanin) |
| Synonyme | HN, 24-Aminosäure-MDP |
Wirkmechanismus
Humanin bindet an mehrere Rezeptoren – den Formyl-Peptid-Rezeptor-ähnlichen Rezeptor 1 (FPRL1), den gp130/CNTFR/WSX-1-Rezeptorkomplex und intrazellulär an pro-apoptotische Bax-Proteine. Es hemmt die Bax-vermittelte mitochondriale Permeabilisierung und damit die Apoptose. Zudem moduliert Humanin die Insulin-Signalwege und zeigt anti-inflammatorische Effekte.